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Ärzte und Ärztinnen in Österreich 1938-1945

Entrechtung, Vertreibung, Ermordung

Ziel des Forschungsprojektes ist die umfassende historische Aufarbeitung von Entrechtung und Verfolgung österreichischer MedizinerInnen in der NS-Zeit.

Im Zuge des Projektes werden die rechtlichen Grundlagen für diskriminierende Maßnahmen wie Entzug der Approbationen, der Kassenzulassungen und Entlassungen aus dem Spitalsdienst sowie deren konkrete Umsetzung erforscht.
Alle zwischen 1938 und 1945 aus "rassischen" und politischen Gründen, wegen ihrer sexuellen Orientierung oder Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft diskriminierten und verfolgten Ärztinnen und Ärzte sollen erfasst und ihre individuellen Schicksale rekonstruiert werden. Dabei liegt der Fokus sowohl auf dem beruflichen Werdegang der Betroffenen als auch auf ihren weiteren Lebenswegen nach März 1938. Einige Biographien, wie etwa jene von Sigmund Freud, Otto Loewi und Viktor Frankl, sind bekannt - möglichst alle, auch die bisher nicht beachteten Einzelschicksale, sollen nun dokumentiert werden. Die Forschungsergebnisse und Biographien werden in einem repräsentativen Gedenkbuch publiziert.

Projektlaufzeit bis Ende 2016

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Karteikarten der Ärzte Dr. K. Goldhamer, Dr. L. Goldhammer, Dr. K. Giesskann; WStLA, ÄKW, K1

Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte
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